Rechtliche Voraussetzungen

Die Taschengeldbörse ist unentgeltlich und dient ledigleich als Koordinierungsstelle

Jugendarbeitsschutzgesetz

Bei allen Tätigkeiten im Rahmen der Taschengeldbörse muss es sich um geringfügige Hilfeleistungen handeln, welche gelegentlich aus Gefälligkeit erbracht werden. (vgl. §1 (2) JArbSchG). Bei Minderjährigen müssen die Eltern bei der Beteiligung an der Taschengeldbörse schriftlich zustimmen.

Tätigkeiten die gegen diese Bestimmungen verstoßen werden von uns nicht vermittelt !!

(Rasenmähen ab 16 Jahren. Hinweise der Bedienungsanleitung sind einzuhalten. Die Jobanbieter verpflichten sich die Schüler / Jugendlichen ab 16 Jahren in das Gerät einzuweisen. Auf Gefahren ist hinzuweisen !!)

Sozialversicherungspflicht

Tätigkeiten im Rahmen der Taschengeldbörse sind nicht als versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis im sozialversicherungsrechtlichen Sinne zu beurteilen, wenn keine persönliche Abhängigkeit von einem Arbeitgeber gegeben ist (vgl. § 7 (1) SGB IV).
Kommt z.B. auf Grund einer regelmäßigen Verpflichtung des Schülers ein Beschäftigungsverhältnis zustande, muss der Auftraggeber - neben anderen dann entstehenden Pflichten - auch Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Einkommenssteuer / Umsatzsteuer

Jugendliche, die nur durch gelegentlich wenige Stunden für ein Taschengeld tätig sind werden nicht zu Arbeitnehmern. Private Jobanbieter nicht zu Arbeitgebern. Jugendlichen (die nur gelegentlich bis 5 Std. pro Monat im Durchschnitt) im Rahmen der Taschengeldbörse aktiv werden, erzielen keine Einnahmen im Sinne des Einkommenssteuergesetzes. Die Tätigkeit ist in diesem Fall für beide Seiten nicht steuerpflichtig. Die Einkünfte sind für die Jobber nicht steuerpflichtig, solange sie mit ihren Gesamteinkünften unter dem aktuellen Grundfreibetrag von 8354 € im Jahr (Stand 2014) bleiben. (vgl. § 32 ESTG). Da sie unter die Kleinunternehmerregelung fallen, sind Jobber von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie nicht mehr als 17500 € im jährlich umsetzen (vgl. § 19 UstG)

Bezug von Sozialleistungen

Jobber, die Sozialleistungen (SGB II, BAföG, ALG II, Hartz IV, Wohngeld, etc.) beziehen, müssen unter Umständen das erzielte Einkommen beim zuständigen Träger angeben. Bitte setzen Sie sich ggf. mit dem zuständigen Leistungsträger in Verbindung.

Unfall- und Haftpflichtversicherung

Wir empfehlen jedem Jobsuchenden, eine private Haftpflicht- und Unfallversicherung. Zumindest die Haftpflichtversicherung ist ratsam. Versicherungsschutz über die Taschengeldbörse besteht nicht. Verursachen die Jugendlichen bei dem Gelegenheitsjob einen Schaden, wird die Haftpflichtversicherung der Eltern (sofern vorhanden) in Anspruch genommen. Eine private Unfallversicherung durch die Eltern ist sinnvoll.

Freischaltung

Um eine möglichst große Sicherheit zu erreichen werden nach der Anmeldung mit allen Beteiligten an der Taschengeldbörse Vorstellungsgespräche geführt. Sollte eine Person ungeeignet erscheinen kann die Zulassung von der Koordinierungsstelle verweigert werden. Sollte es zu kriminellen Handlungen kommen so muss sich der Betroffene selbst direkt an die zuständige Stelle (Polizei) wenden. Die Taschengeldbörse übernimmt keine Haftung.

Datenschutz

Zur Vermittlung werden ihre personenbezogenen Daten zweckgebunden gespeichert. Mit Ihrer Teilnahme an der Taschengeldbörse sind sie damit einverstanden. Alle Daten werden auf einem Server von 1&1 gespeichert. Sie dienen nur der Zusammenführung von Jobanbietern und -bewerbern und werden nicht an Dritte weitergegeben. Außerdem können sie auf Wunsch (zu richten an die Koordinierungsstelle) wieder vollständig gelöscht werden.

Ein Projekt des Jugendstadtrats Helmrechts in Zusammenarbeit mit der Stadt Helmbrechts, der Gemeindejugendarbeit und dem Verein die Gunga e. V.